Weitere politische Forderungen
Ergänzung des Artikels 3 des Grundgesetzes um die Merkmale „sexuelle und geschlechtliche Identität“
Forschungsauftrag in Hamburg zur Situation des Sorgerechtsentzug lesbischer* Mütter (nachdem in Rheinland-Pfalz bereits eine Studie dazu stattgefunden hat, NRW und Berlin daran arbeiten
Paritätische Förderung von Lesben*projekten und Beratungsstellen
Förderungen von Projekten, die lesbische Geschichte sichtbar machen, archivieren und Oral History unterstützen
Umfassende finanzielle Förderung von Lesben* Wohnprojekten
Förderung von Studien und Forschung zu allgemeinen Lebensrealitäten, Bedarfen und Armut älterer Lesben*, um die viel zu geringe Datenlage auszubauen
Studien zur Pflege von Lesben* (80 % der in der Pflege arbeitenden sind Frauen, Frauen werden älter als Männer und werden deshalb länger gepflegt, wenn sie Unterstützung benötigen – das gilt auch für Lesben*)
Anerkennung und stärkere Bekanntmachung der Tatsache, dass Lesben* im Nationalsozialismus als „Asoziale“ verfolgt worden sind sowie (finanzielle) Entschädigungen der Betroffenen und ihrer Angehörigen
Maßnahmen zur Stärkung lesbischer* Sichtbarkeit – etwa in Form der Auslobung eines Preises für lesbische* Sichtbarkeit
aktive Förderung der Erinnerungskultur von Lesben*
stärkere und vielfältigere Repräsentation queerer und lesbischer* Lebensweisen in den Medien – insbesondere Medienkampagnen zur Stärkung von älteren Lesben* gegen Altersdiskriminierung, sowie zur Sichtbarmachung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen
Förderung von Pflege-/Wohn-Gemeinschaften von und für lesbische* Frauen, die mit dem Konzept einer lesben*respektierenden Pflege arbeiten
Stärkung der LSBTIQ+-freundlichen Zertifizierungen für Pflegeeinrichtungen, inklusive einer Übernahme von indirekten Kosten
Entschädigung für den Sorgerechtsentzug: Während der 1970er-2000 Jahre drohte Lesben* ein Sorgerechtsentzug bei Scheidungen von ihren Partnern. Wir fordern, dass das erlittene Unrecht endlich aufgearbeitet wird. Die Betroffenen müssen entschädigt werden und über Rheinland-Pfalz hinaus eine öffentliche Entschuldigung erhalten. Außerdem muss die Forschung zu diesem Thema ausgeweitet werden!
zeitnahe Reform des Abstammungsrechts, durch die bei der Geburt eines Kindes in einer lesbischen* Partnerinnen*schaft mittels künstlicher Befruchtung automatisch beide Frauen als Mütter anerkannt werden und eine Stiefkind-Adoption durch die nicht-leibliche Mutter nicht mehr notwendig ist
Umsetzung eines inklusiven, gendersensiblen Umgang mit Sprache, welcher die geschlechtliche Vielfalt von Menschen berücksichtigt und sichtbar macht
Die Entbürokratisierung des Asylverfahren, die Anerkennung des Aufenthaltsrechts aufgrund realer gefährdender Lebenssituationen von Lesben* in den Herkunftsländern, die Erstunterbringung von marginalisierten Lesben* in speziellen Schutzeinrichtungen und deren Ausbau und Erweiterung, sowie den Ausbau von Hilfestrukturen speziell für geflüchtete Lesben*